Ökologischer CO2 - Fußabdruck der Ziegelproduktion einfach erklärt:

An den Standorten Wöllstein und Alzenau emittieren wir knapp 40.000 to CO2 . 1/3 davon ist natürlich im Kalkanteil unseres Ton gebunden.

Frage: Ist das viel? Ist das für die Wahl des Baustoffs überhaupt entscheidungsrelevant?

Zum Vergleich. Eine Kuh emittiert pro Jahr bis zu 250 kg Methan. Dies ist bis zu 25x stärker "klimaschädigend" als CO2.

d.h. eine Kuh setzt pro Jahr also 250*25 = 6.250 kg (6,25 to) CO2-Äquivalente frei.

Wir produzieren pro Jahr Ziegel für ca 5.000 Häuser (auf Mengenbasis Durchschnitt Reihenhaus/Doppelhaus/Einfamilienhaus).

Die Ziegelproduktion setzt also soviel CO2 pro Jahr frei wie 6.400 Kühe* oder ca 8 to CO2 pro Neubau eines Hauses, dass 80 Jahre und länger ohne Qualitätsverlust hält, energiesparend ist und einfach zu recyclen oder wiederzuverwerten ist.

Mit anderen Worten: Die Produktion eines Ziegelhauses emittiert nur soviel CO2 wie etwas mehr als eine Kuh in nur einem Jahr ausstößt.

Antwort: Nein, das überhaupt nicht viel, sondern ganz im Gegenteil hoch effizient und nachhaltiger als andere Baustoffe, die sich dafür ausgeben.

Dazu kommt noch, das Ton unerschöpflich vorhanden ist, dessen Abbau keine Landschaften verschandelt, keine Wälder oder den Lebensraum von Tieren zerstört und Ziegel überwiegend regional ohne lange Transportwege geliefert werden

Der CO2 Ausstoß ist im Verhältnis so gering, dass er schlichtweg zu vernachlässigen ist und als Entscheidungskriterium für die Wahl für oder gegen den Ziegel völlig ungeeignet ist.

Von Bedeutung sind andere Kriterien:  Sommerlicher Wärmeschutz, Wärmedämmung (monolithisch ohne zusätzliche Dämmstoffe), Schallschutz, Feuchteverhalten, Behaglichkeit, Brennbarkeit, Schadstofffreiheit, Langlebigkeit und Wartungsfreiheit, Recyclefähigkeit und nicht zuletzt Wirtschaftlichkeit.

Zu guter letzt: Nach der Lebensdauer eines Hauses wird auch kein CO2 mehr freigesetzt, da ein Ziegelhaus im Gegensatz zum Holzhaus nicht verbrannt wird. Das bleibt gerne unerwähnt: Holz bindet CO2 nur vorrübergehend. Bei der Verbrennung wird dann dann 1 to CO2/m3! Holz...uups... freigesetzt (Quelle: holzbau-deutschland.de) und weil ein Ziegelhaus sicher 2x so lange hält, fällt diese Menge doppelt an. Bei dieser (sachlich korrekten) Betrachtungsweise bleibt von einem ökologischen Vorteil für Holz gar nichts mehr übrig, ganz im Gegenteil.

Unabhängig davon bleibt als Fazit: Der CO2-Ausstoß ist ein ungeeignetes Kriterium für die Wahl des Baustoffs.

 

 

*weltweit gibt es 1,5 Mrd Rinder, in Deutschland 12,5 Mio

** ein einziges Kohlekraftwerk z. Bsp. Neurath (RWE) stößt mit 33 Mio Mio to/Jahr CO2 pro Tag mehr als doppelt soviel aus wie die komplette JUWÖ Zeller Produktion im ganzen Jahr (Quelle Spiegel Online 2013)..und es gibt weltweit und in Deutschland viele davon.


 

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