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Im Naheland wird wieder mehr gebaut

10.05.2011

Im Naheland wird wieder mehr gebaut

(aus Rhein-Zeitung vom 10.05.2011)

Bad Kreuznach - Die Baubranche in und um Bad Kreuznach spürt wieder Aufwind: Die Zahl der Baugenehmigungen steigt und bei den Bauunternehmen sind die Auftragsbücher besser gefüllt als im vergangenen Jahr.

  (JUWÖ Baustelle in Ebernburg) 
Die Bauarbeiter im Naheland haben wieder gut zu tun - wie hier im Ebernburger Baugebiet Herrengarten II.
Stefan Munzlinger „Es läuft langsam besser und das liegt nicht nur am guten Wetter“, sagt Peter Baumgärtner, Obermeister der Bauinnung im Kreis Bad Kreuznach. Während die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr viele Baugewerke gebeutelt wurden, drehen sich jetzt wieder Baukräne in den Neubaugebieten. „Das hat man dort länger nicht mehr gesehen“, sagt Baumgärtner, dessen Innung neben Bauunternehmungen und dem Baustoffhandel auch Handwerksbetriebe wie Verputzer, Estrichbauer, Fliesenleger sowie Kanalbaufirmen angehören – insgesamt sind es 80 Betriebe in Stadt und Kreis, die laut Baumgärtner insgesamt fast 5000 Mitarbeiter beschäftigen.

Sein Optimismus bestätigt sich auch beim Blick in die Statistik: Die Zahl der Baugenehmigungen ist in diesem Jahr deutlich geklettert. Von Januar bis April erteilte die Kreisverwaltung 257 Genehmigungen, während es im ganzen Jahr 2010 insgesamt nur 719 waren. „Wir erwarten 2011 insgesamt einen Zuwachs von acht Prozent“, schätzt Bauamtsleiter Hans Bergs. Vor allem Mehrfamilienhäuser und Gewerbebauten tragen zu dem Plus bei – hier erwartet Bergs aufs Jahr gesehen sogar eine Steigerung um 20 Prozent. Bis April wurden hierfür bereits 73 Genehmigungen erteilt, im Gesamtjahr 2010 waren es lediglich 181. Auch in der Stadt ist die Tendenz bei den Bauanträgen steigend, bestätigt Sprecher Hansjörg Rehbein. Bis April wurden von der Stadt 101 Baugenehmigungen erteilt, 2010 gab es insgesamt 321 Baugenehmigungen, 154 davon für Wohnhäuser.

Völlig offen ist indes noch, ob und wie sich die seit 1. Mai geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit auswirken wird, die es Bauarbeitern aus Polen, Tschechien und weiteren sechs osteuropäischen Staaten leichter macht, hierzulande anzuheuern. Bisher gibt es keine Interessenten und der Obermeister hofft, dass es dabei bleibt – nicht zuletzt, weil die Baukonjunktur in Polen gut läuft. „Es ist aber zu früh, die Auswirkungen wirklich abzuschätzen“, betont er. Bislang setzen nach seinen Angaben rund 30 Prozent der Betriebe im Kreis ausländische Subunternehmer ein, der Rest arbeitet mit eigenen Leuten.

Dass die Auftragsbücher in der Baubranche wieder voller sind, ist auch für den Nachwuchs positiv: Für diesen Sommer haben die Innungsbetriebe insgesamt 65 neue Azubis eingestellt – zehn mehr als 2010. „Das zeigt, dass sie wieder Licht am Ende des Tunnels sehen“, sagt Baumgärtner.

Link zum Bericht hier



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