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Wärmedämmverbund-Systeme. Aktuelle Infos zu Schadstoffbelastung, Sanierungsanfälligkeit und Spechtschäden 05.07.2010 Wärmedämmverbund-Systeme (WDVS). Einige kritische Anmerkungen 1. Das verdrängte Problem: Biozide und Schadstoffbelastung an zusatzgedämmten Fassaden Zum Schutz vor Algen- und Pilzbefall werden kunstoffgebundene Farben und Putze für Außenwärmedämmungen mit Bioziden ausgerüstet. Neue Untersuchungen zeigen, dass diese Problemstoffe ausgewaschen werden und über das abfliessende Regenwasser in die Gewässer gelangen können. Für einen wirksamen Boden- und Gewässerschutz sind Maßnahmen notwendig, die auf eine deutlich geringere Auswaschung von Bioziden aus Fassaden abzielen Vor dem Hintergrund der momentan geführten Nachhaltigkeitsdiskussion kommen die Studien zu dem Ergebnis, dass die Vergabe eines Nachhaltigkeitslabels zwingend mit einer Beurteilung der zu erwartenden Biozidfreisetzung verknüpft wird. Leider enden die Berichte meistens mit der Feststellung, dass Schlagregen und Feuchte vom Gebäuden fern zu halten seien oder aber, dass verstärkt Farben und Putze für Wärmedämm-Verbundsysteme ohne Biozide entwickelt werden sollen und nicht mit der Empfehlung im Sinne der Nachhaltigkeit und des Gewässerschutzes zukünftig entweder monolithisch oder zweischalig zu bauen. Fazit: Monolithische Wandkonstruktionen aus hochwärmedämmenden Ziegel erfüllen sämtliche Anforderungen des zeitgemäßen Bauens. Einfach, nachhaltig, wirtschaftlich und ökologisch einwandfrei. Für Neubauten gilt ganz klar: Warum kompliziert und ökologisch bedenklich, wenn es einfach und nachhaltig geht? Künstliche Dämmsysteme machen keinen Sinn. Zur Vertiefung: Fachaufsätze zum Thema
2. Fast schon ein Aprilscherz, ist aber keiner: Spechtschäden an Fassaden Im Herbst und besonders im Frühjahr häufen sich die Klagen über Schäden an Fassaden, die durch Spechte hervorgerufen werden. Verzweifelte Bauherren, ratlose Architekten und verärgerte Handwerker versuchen dann zu ergründen, warum denn gerade Ihre Fassade von diesem Vogel heimgesucht wird. Artikel Spechtschäden (pdf, 523 kB) Ganz aktuell: Das Wärmedämmverbundsystem hat ein Specht-Problem. Diese Erkenntnis ist eigentlich nicht neu, aber vielen Hauseigentümern wird das erst bewusst, wenn es schon zu spät ist. Rund 300 Spechtloch-Sanierungen an 30 Objekten allein im Jahr 2009 - insbesondere im Nordosten Berlins - haben einen Berliner Bauhandwerker dazu veranlasst, die erste deutsche Hotline für Spechtschäden zu gründen. Der zugehörigen Homepage können zahlreiche Hintergrundberichte, Schadensbilder, Videos und Presseinformationen entnommen werden.
3. Sanierungsanfälligkeit von Wärmedämmverbund-Systemen Nach Aussage des WDVS-Herstellers Sto brauchen "auch die zuverlässigsten Wärmedämm-Verbundsysteme nach Jahrzehnten permanenter Bewitterung eine optische und funktionale Erneuerung. Selbst bei Einhaltung aller standardmäßigen Inspektions- und Wartungsintervalle lässt sich ihre Generalüberholung nach 25 - 30 Jahren oft nicht mehr vermeiden. An der Fassade zeigen sich je nach Verarbeitung, Beanspruchung und Materialart früher oder später optische und zum Teil auch technische Mängel. Verschmutzungen sind dabei noch das geringste Problem. Oft ist der Oberputz durch Risse oder sogar Abplatzungen beschädigt. Weitere Gründe für eine Sanierung können zu erneuernde Anschlüsse, z. B. an Fensterbänken, unschöne Dämmplattenabzeichnungen oder Beschädigungen sein." Diese nahezu wörtlich übernommenen Aussagen, "sehr schöne" Schadensbilder sowie die Formulierung "jetzt und in den nächsten Jahren werden verstärkt Lösungen für die zeitgemäße Überar-beitung der Wärmedämm-Fassaden notwendig" (!!!) finden sich in der Broschüre "WDVS-Sanierung" des Herstellers STO
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